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      Ray Reardon MBE - Dracula

Geboren am: 08.10.1932 in Tredegar, Wales
Professional seit : 1967 (bis 1992)

Ranking Tournament Siege: 5

World Championship 1974,1975, 1976, 1978 (auch 1970 und 1973, allerdings war die WM damals noch kein Ranking Event)
Profesional Players Championship 1982

Highest Tournament Break: 147

Höchstes Ranking: No. 1 (1976/77, 1977/78, 1978/79, 1979/80, 1980/81, 1982/83)

Der Familientradition folgend arbeitete Ray Reardon zunächst ab seinem 14. Lebensjahr als Minenarbeiter in den Kohlengruben von Wales! Sein Vater war ein guter Snookeramateur und auch der junge Ray begeisterte sich für den Sport, weshalb er besonders auf die Sicherheit seiner Hände bedacht war! Ähnlich wie bei Mark Williams brachte ein Grubeneinsturz, bei dem Reardon mehr als 3 Stunden verschüttet war, die erste Wende! Er brach mit der Tradition seiner Familie und wurde Polizist in Stoke-on-Trend!
Doch Snooker blieb seine eigentliche Leidenschaft! Mit 17 Jahren gewann er 1949 die Amateurweltmeisterschaften und ab 1950 sechsmal in Folge die Walisischen Amateurmeisterschaften! Weitere Erfolge im Amateurbereich bescherten ihm die nötigen Sponsoren, um sich ganz auf den Sport konzentrieren zu können! Erst 1967, im Alter von bereits 35 Jahren, entschloss er sich endgültig, ins Profilager zu wechseln! Als 1969 John Player als Sponsor der World Snooker Championship einstieg, begann eine neue Epoche im Snooker!
Ray Reardon dominierte das erste Jahrzehnt dieser neuen Zeit und gewann unter anderem 6 Weltmeisterschaften, wovon allerdings nur die letzten 4 Ranking Turniere waren! Seine allererste WM-Teilnahme im Jahr 1969 war zwar schon nach der ersten Runde beendet, doch schon ein Jahr später 1970 sicherte er sich mit einem 39-34 Sieg über John Pullman seinen ersten Weltmeister-Titel! Als 1969 der Pot Black Cup erstmals ausgetragen wurde, um das gerade neueingeführte Farbfernsehen populär zu machen, war Ray Reardon der erste Gewinner! Snooker gewann immer mehr an Interesse und als 1976 die Weltrangliste eingeführt wurde, stand Reardon für 5 Jahre an erster Stelle, eine Position, die er 1982/83 noch einmal zurückerobern konnte! Für lange Zeit war er der einzige Spieler, der die Spitzenposition zurückerobern konnte bis ihm Mark Williams, Ronnie O´Sullivan,
Stephen Hendry und zuletzt John Higgins folgten! Neben den Weltmeistertiteln, konnte er allerdings mit der Professional Player Championship 1982 nur noch einen weiteren Ranking-Titel gewinnen. Daneben ist die Liste der Erfolge lang: die Potins Professional Championship gewann er 4 mal (1974, 1975, 1976, 1978), den Pot Black Cup 2 mal (1969, 1979), er war 3 mal Welsh Professional Champion (1977, 1981, 1983), 1964 wurde er English Amateur Champion, 1975 Potins Open Champion, er gewann 1976 das Benson&Hedges Masters und 1983 die Yamaha International Masters! Reardon galt als Meister des Safety Spiels und als brillanter Potter!
Mit 49 erreichte er 1982 noch einmal das Finale der Weltmeisterschaft, verlor dort aber gegen Alex Higgins mit 15-18.
Einer seiner größten Momente kam bei den British Open 1988, wo er, inzwischen 56 Jahre alt, Steve Davis, da schon 5facher Weltmeister,  mit 5-0 schlug! Erst 1992 beendete er seine Karriere! Seitdem ist er aktiv in der WPBSA tätig und spielt regelmäßig in Senioren Events!

Den jüngeren Fans ist Reardon vor allem als Mentor von Ronnie O´Sullivan bekannt, den er unter anderem zu seinem WM-Titel 2004 führte und auch in der WM 2006 an seiner Seite stand!

1985 wurde Reardon Member of the Britisch Empire (vergleichbar mit dem Bundesverdienstkreuz)

Noch immer spielt er gerne Golf und Snooker, wo er regelmäßig 100er Breaks auf den Tisch zaubert!

Anekdoten:

Während einer Tour durch Südafrika wurde Reardons heiß geliebtes "Joe Davis"-Queue gestohlen! Der verzweifele Reardon gab ein Inserat in der "Rand Daily Mail" auf und hatte damit Erfolg: am nächsten Tag stand das Queue vor dem Büro der Zeitung incl. einer Notiz des anonymen Diebs mit einer Entschuldigung!

LINKS:

Ray Reardon bei Worldsnooker

Ray Reardon bei Wikipedia (deutsch)

Ray Reardon bei Wikipedia (englisch)