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Steve Davis - The Nugget | |||
| Statistik | Biografie | Anekdoten | Links | |
| Geboren am: | 22.08.1957 in London, England |
| Professional seit : | 1978 |
| Ranking Tournament Siege: | 28 |
| World Championship | 1981, 1983, 1984, 1987, 1988, 1989 |
| UK Championship | 1984, 1985, 1986, 1987 |
| Grand Prix | 1985, 1988, 1989 |
| British Open | 1986, 1993 |
| Asian Open | 1992 |
| Regal Welsh | 1994, 1995 |
| European Open | 1993 |
| International | 1983, 1984, 1987, 1988, 1989 |
| Lada Classics | 1984 |
| Merchantile Credit Classics | 1987, 1988, 1992 |
| Highest Tournament Break: | 147 - Lada Classic 1982 |
| Centuries insgesamt: | 317 |
| Centuries diese Saison: | 0 |
| Maximum Breaks insgesamt: | 1 |
| Maximums diese Saison: | 0 |
| Höchstes Ranking: | Nr. 1 (1983/84, 1984/85, 1985/86, 1986/87, 1987/88, 1988/89, 1989/90) |
| Aktuelles Ranking: | Nr. 22 (2010/11) |
Steve Davis zählt
sicher zu den Legenden und den Superstars im Snooker! Seit den achtziger Jahren
spielt er eine beständige Rolle unter den Top 16 des Sports! Als einzigem gelang
es ihm zur "BBC Sports Personality of the Year" gewählt zu werden und fünfmal
war er unter den Top 3!
Als Sohn eines guten Amateurspielers wurde Steve Davis in eine
snookerbegeisterte Familie hinein geboren! Und schon mit zwei Jahren bekam er
einen Spielzeug-Snookertisch geschenkt! Der Snookervirus hatte ihn bald
infiziert und sein Vater wurde zum strengen Lehrmeister! Technik und Taktik
waren die primären Trainingsinhalte und das Buch "How to play Snooker" vom
Namensvetter Joe Davis wurde sozusagen die Bibel des kleinen Steve!
Entschlossenheit, Fleiß und eine mathematisch-analytische Begabung (die ihn auch
beim Schach brillieren lässt) waren die besten Vorraussetzungen für eine große
Karriere!
Der Wendpunkt in Steve Davis Leben war die erste Begegnung mit Barry Hearn, der
in den achtziger Jahren als Promoter die Snookerszene dominierte! Hearn wollte
Snooker zum Massensport machen und Steve Davis mit seiner Hingabe und seinem
sauberen Image war das perfekte Gegenstück zum ehr lärmenden und exzentrischen
Alex Higgins! Von nun an wurde jedes Detail geplant! Frisur, Kleidung und
Interviews wurden akribisch vorbereitet und früh lernte Davis ein scheinbar
eiskaltes, emotionsloses Image zu entwickeln! Das machte ihn nicht gerade zum
Liebling des Publikums.
In den achtziger Jahren dominierte Davis die Snooker-Szene! Er stand in 8
WM-Finalen, wovon er 6 gewann und führte 7 Jahre die Weltrangliste an! Seinen
ersten WM-Titel gewann er 1981 gegen Doug Mountjoy mit 18:12 und seinen letzten
1989 gegen John Parrott mit einem Rekordergebnis von 18:3 (in der Geschichte der
modernen Weltmeisterschaft gab es keinen deutlicheren Sieg).
1980 war Steve Davis auf dem Weg zu seinem ersten großen Titel! Im Halbfinale
der UK Championships hatte er Terry Griffith mit 9:0 demontiert und stand im
Finale Alex Higgins gegenüber! Als die beiden beim Stand von 15:6 in die Pause
gingen, soll Steve Davis schon sein Siegerinterview geübt haben! Bei der
Weltmeisterschaft im Jahr darauf dominierte Steve Davis unangefochten die
Konkurrenz! Zwar standen Snooker-Größen wie Alex Higgins, Terry Griffith, Cliff
Thorburn und Jimmy White zwischen ihm und dem Titel, jedoch spielte keiner von
ihnen zu diesem Zeitpunkt auf dem gleichen Niveau wie der Londoner, der auch den
folgenden UK-Titel scheinbar im Vorbeigehen mitnahm! Doug Mountjoy fasste diese
Form nach seiner WM-Niederlage mit den Worten "He is at least one black
ball better than any of us" zusammen!
Ganz untypisch für Davis war die Erstrunden-Niederlage bei der WM 1982! Sein
1-10 gegen Tony Knowles ging durch die Weltpresse wie bei anderen die großen
Erfolge! Doch in allen noch folgenden WM-Finalen der achtziger stand Davis dann
wieder mit gewohnter Regelmäßigkeit im Finale!
Doch das Ende der Achtziger schien auch das Ende der ganz großen Erfolge zu
sein! Am Ende der Saison 1999/2000 fiel Davis sogar aus der Top 16 der
Weltrangliste, konnte sich seinen Platz aber 2003/04 wieder zurückerobern!
Inzwischen hat sich Steve Davis zum Liebling der Fans entwickelt! Nicht nur sein
zeitweise emotionsgeladenes Spiel, auch die Tatsache dass Davis die Tatsache zu
widerlegen scheint, dass Snooker-Spieler mit Ende dreißig nicht mehr an der
Spitze mitspielen können, brachte ihm viele Sympathien! Inzwischen fast 50
spielt er noch immer unter den Top 16 und hat sich zum Ziel gesetzt diese
Position auch an seinem 50.Geburtstag noch inne zuhaben! Die Chancen stehen gut!
Seine Finalteilnahme bei den Welsh Open 2004 (wobei er trotz 8:5 Führung am Ende
mit 9:8 gegen Ronnie O´Sullivan verlor) und sein Halbfinal-Sieg bei der UK
Championships 2005, den das Publikum frenetisch bejubelte und mit dem er
in sein 100. Finale einzog, zeigen das Steve Davis noch immer eine Größe
im Snooker Sport ist, die man nicht unterschätzen sollte! Zeitweise erreichte er
sogar wieder die dritte Position in der Weltrangliste!
Steve Davis ist seit 1988 Member of the Order of the British Empire (
MBE ), (vergleichbar mit dem Bundesverdienstkreuz) und wurde 2001 von der Queen in den Stand des Officer of the Order of the British Empire ( OBE ) erhoben!Auch als Trick-Shot
Spieler ist Steve Davis sehr erfolgreich und gewann bisher dreimal die
Trick-Shot-WM (1994, 1995, 1997). Daneben ist er auch relativ erfolgreich am
Pooltisch und seit Jahren festes Mitglied des europäischen Teams beim 9-Ball
Poolbillard-Turnier Mosconi-Cup
Er ist ein ausgezeichneter Golfer und guter Poker-Spieler, der schon das ein oder
andere Spiel mit Mark Williams und Stephen Hendry wagte!
Er sammelt (und hört natürlich) Soul und Prog-Rock Musik und präsentierte eine
Radio-Show namens "Interesting Soul"
Daneben ist er ein sehr guter Schachspieler und war Präsident der British Chess
Federation.
Steve Davis, Vater von zwei Kindern, begleitet gemeinsam mit John Parrott die
großen Turniere als Moderator für die BBC (vorausgesetzt die beiden stehen
nicht grade am Tisch)
Am 11. Januar 1982 spielte Steve Davis beim Lada Classics das erste vom Fernsehen übertragene Maximum Break! Als Preis gab es damals einen Lada (soweit ich weiß fuhr Steve Davis damals schon einen Porsche! Da wird er sich über den Lada sicher gefreut haben...)
Das WM-Finale 1985, das Steve Davis spät in der Nacht (0:30Uhr) mit 18:17 auf die letzte Schwarze gegen Dennis Taylor verlor, bescherte der BBC2 mit 18,5 Millionen Zuschauern die höchste jemals erreichte Einschaltquote bei einer Sportübertragung im britischen Fernsehen!
Anfang 2006 vergaß Steve Davis, bei seinem Qualifikations-Match gegen Ricky Walden anzutreten, der daraufhin kampflos gewann! Ein Fehler der Davis noch nie zuvor unterlaufen war!
Bei Madam Tussauds in London steht ein Wachsmodell von Steve Davis!
Steve Davis bei Wikipedia (deutsch)
Steve Davis bei Wikipedia (englisch)